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Reise-KniggeUmgangsformen auf Reisen
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Reise-Knigge Indien

Aktualisiert am 30.09.2026 · Lesezeit etwa 2 Minuten

Indien ist hochmodern und tief traditionell zugleich. Religion, Familie und Hierarchie prägen den Umgang miteinander. Mit Respekt und etwas Geduld öffnet das Land Reisenden viele Türen.

Begrüßung

Das „Namaste“ – die Handflächen vor der Brust aneinandergelegt, dazu ein leichtes Neigen des Kopfes – passt immer und gegenüber jedem. Im Geschäftsleben ist der Handschlag unter Männern verbreitet. Frauen bietet man als Mann nicht von sich aus die Hand an, sondern wartet, ob sie es tut.

Dass „Danke“ selten fällt, ist keine Unhöflichkeit. Unter Vertrauten kann ein ständiges Bedanken sogar distanziert wirken; ein Lächeln sagt oft mehr.

Rechte Hand, linke Hand

Die linke Hand gilt traditionell als unrein. Gegessen, gegeben und genommen wird mit der rechten Hand – Geld, Geschenke und Visitenkarten eingeschlossen. Wer mit den Fingern isst, nutzt nur die Fingerspitzen der rechten Hand.

Auch Füße gelten als unrein. Sie werden nicht auf Menschen, Altäre oder Bücher gerichtet, und wer versehentlich jemanden mit dem Fuß berührt, entschuldigt sich mit einer kurzen Geste. Der Kopf dagegen ist empfindlich: Kindern nicht über den Kopf streichen.

Tempel, Moscheen, Gurdwaras

  • Schuhe ausziehen, oft auch Socken. Viele Tempel haben eine Schuhaufbewahrung.
  • Schultern und Knie bedecken, in Gurdwaras (Sikh-Tempeln) und manchen Moscheen auch den Kopf.
  • Einige Hindu-Tempel sind nur für Hindus zugänglich – Hinweisschilder beachten.
  • Lederwaren wie Gürtel oder Taschen sind in manchen Jain- und Hindu-Tempeln unerwünscht.
  • Fotografieren im Inneren ist häufig verboten; im Zweifel fragen.

Essen

Viele Inder leben vegetarisch. Rindfleisch ist für die meisten Hindus tabu, Schweinefleisch für Muslime. Wer eingeladen ist, sollte nicht aus dem Glas oder vom Teller anderer probieren – geteiltes Essen, das schon berührt wurde, gilt als unrein. Alkohol ist in einigen Bundesstaaten, etwa Gujarat, verboten.

Das indische Kopfwackeln kann Ja, Vielleicht oder „Ich habe verstanden“ bedeuten. Bei wichtigen Absprachen lieber nachfragen.

Kleidung und Umgangsformen

Lockere, bedeckende Kleidung ist nicht nur respektvoll, sondern im Klima auch angenehmer. Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind unüblich; auf dem Land gilt das noch stärker als in Mumbai oder Bengaluru. Handeln gehört auf Märkten dazu – freundlich und mit Humor, nicht verbissen.

Wer Indien für Yoga besucht, findet eigene Hinweise in unserem Leitfaden zur Yoga-Etikette in Indien, zu Ashrams und zur passenden Kleidung.

Einreisebestimmungen, Sicherheitslage und Gesundheitshinweise ändern sich: Vor jeder Reise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

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Steckbrief Indien

Begrüßung
Namaste – Handflächen vor der Brust, leichtes Nicken
Danke
dhanyavād (Hindi), im Alltag selten ausgesprochen
Trinkgeld
etwa 10 % im Restaurant, sofern kein Service berechnet
Steckdose
Typ C, D, M · 230 V
Kleidung
Schultern und Knie bedeckt