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Reise-Knigge Spanien

Aktualisiert am 30.09.2026 · Lesezeit etwa 2 Minuten

Spanien lebt nach einer anderen Uhr: Man isst spät, geht spät aus und nimmt sich Zeit füreinander. Wer diesen Rhythmus annimmt, erlebt das Land von seiner herzlichsten Seite.

Begrüßung

Unter Bekannten und bei Vorstellungen im privaten Rahmen gibt es zwei angedeutete Wangenküsse, rechts beginnend. Männer untereinander geben sich meist die Hand oder umarmen sich kurz. Geduzt wird schnell, auch Fremde sprechen sich im Alltag oft mit „tú“ an – bei älteren Menschen und in Behörden bleibt man beim „usted“.

Die spanische Uhr

  • Mittagessen gibt es zwischen etwa 14 und 16 Uhr, oft als günstiges „menú del día“.
  • Abendessen beginnt selten vor 21 Uhr; um 19 Uhr sitzen im Restaurant fast nur Touristen.
  • Die Siesta ist in Großstädten weniger verbreitet, in kleinen Orten schließen viele Geschäfte am Nachmittag.
  • Verabredungen werden entspannt gehandhabt, eine Viertelstunde Verspätung ist privat normal.

Tapas und Bar

Tapas sind zum Teilen da. In der Bar bestellt man eine Runde kleiner Gerichte, probiert und zieht vielleicht weiter. In manchen Regionen, etwa in Granada, gibt es zu jedem Getränk eine Tapa gratis. Den Kellner ruft man mit einem freundlichen „¡Perdone!“; die Rechnung kommt erst auf Nachfrage. Oft wird für den ganzen Tisch gemeinsam bezahlt, getrennte Rechnungen sind unüblich.

Auf den Boden geworfene Servietten in alten Tapas-Bars sind kein Zeichen von Schmuddel, sondern ein Hinweis auf eine gut besuchte Bar – mitmachen muss man aber nicht.

Strand und Stadt

Badekleidung gehört an den Strand. In einigen Küstenstädten, darunter Barcelona, drohen Bußgelder, wer in Badehose oder Bikini durch die Innenstadt läuft. In Kirchen gilt wie überall in Südeuropa: Schultern und Knie bedecken.

Regionen

Katalanen, Basken und Galicier haben eigene Sprachen und ein ausgeprägtes Selbstverständnis. Wer in Barcelona ein „Gràcies“ statt „Gracias“ sagt, sammelt Sympathiepunkte. Politische Diskussionen über Unabhängigkeitsbewegungen überlassen Gäste besser den Einheimischen.

Trinkgeld

Trinkgeld ist willkommen, aber nicht so fest geregelt wie in Deutschland. In Bars rundet man auf, im Restaurant sind fünf bis zehn Prozent großzügig. Einen Überblick über weitere Länder gibt die Trinkgeld-Übersicht.

Einreisebestimmungen, Sicherheitslage und Gesundheitshinweise ändern sich: Vor jeder Reise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

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Steckbrief Spanien

Begrüßung
dos besos – zwei Wangenküsse unter Bekannten
Danke
gracias
Trinkgeld
aufrunden, im Restaurant 5–10 %
Steckdose
Typ C, F · 230 V
Abendessen
meist ab 21 Uhr