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Reise-Knigge Japan

Aktualisiert am 30.09.2026 · Lesezeit etwa 2 Minuten

Japan ist für seine Höflichkeit bekannt, und Besucher werden mit viel Nachsicht behandelt. Wer die wichtigsten Regeln kennt, bewegt sich trotzdem sicherer – und merkt schnell, wie angenehm der Alltag dadurch funktioniert.

Verbeugung und Visitenkarte

Man verbeugt sich zur Begrüßung, zum Dank und zur Entschuldigung. Als Gast genügt eine leichte Verbeugung aus der Hüfte; japanische Geschäftspartner reichen Ausländern oft zusätzlich die Hand. Visitenkarten (meishi) werden mit beiden Händen überreicht, die Schrift zum Empfänger gedreht. Die erhaltene Karte schaut man sich an und legt sie während des Gesprächs vor sich ab.

Schuhe aus

In Wohnungen, traditionellen Gasthäusern (ryokan), vielen Tempeln und manchen Restaurants werden die Schuhe im Eingangsbereich (genkan) ausgezogen. Auf Tatami-Matten geht man nur in Socken. Für die Toilette stehen oft eigene Pantoffeln bereit – und die bleiben dort. Löcherfreie Socken sind eine gute Investition.

Bei Tisch

  • Vor dem Essen „itadakimasu“, danach „gochisōsama deshita“ sagen.
  • Stäbchen nicht senkrecht in den Reis stecken und Essen nicht von Stäbchen zu Stäbchen weiterreichen – beides erinnert an Bestattungsrituale.
  • Nudeln dürfen geschlürft werden, das gilt als Zeichen, dass es schmeckt.
  • In Gesellschaft schenkt man sich nicht selbst nach, sondern füllt die Gläser der anderen.
  • Im Gehen zu essen ist vielerorts unüblich; gegessen wird am Stand oder im Sitzen.

Kein Trinkgeld

Guter Service ist in Japan selbstverständlich und im Preis enthalten. Trinkgeld wird meist freundlich abgelehnt oder bringt das Personal in Verlegenheit. Bezahlt wird oft über eine kleine Schale an der Kasse, in die man Geld oder Karte legt.

Onsen und öffentlicher Raum

Im heißen Bad (onsen, sentō) wäscht man sich vorher gründlich an den Duschplätzen und steigt nackt, ohne Handtuch, ins Becken. Tätowierungen sind in vielen Bädern nicht gern gesehen; manche erlauben sie abgeklebt, einige ausdrücklich. In Zügen wird nicht telefoniert, das Handy steht auf lautlos. Auf Rolltreppen steht man in Tokio links, in Osaka rechts.

Japanische Steckdosen liefern 100 Volt. Ladegeräte für Handy und Laptop vertragen das meist, einfache Föhne oder Glätteisen oft nicht.

Einreisebestimmungen, Sicherheitslage und Gesundheitshinweise ändern sich: Vor jeder Reise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

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Steckbrief Japan

Begrüßung
Verbeugung, Handschlag nur, wenn angeboten
Danke
arigatō gozaimasu
Trinkgeld
nicht üblich, wird oft abgelehnt
Steckdose
Typ A, B · 100 V
Mülleimer
selten – Abfall mitnehmen